Zur Zeit gibt es folgende Projektaufrufe:
Wenn Sie Interesse haben, gemeinsam mit dem DIK ein Gemeinschaftsprojekt ins Leben zu rufen, dann sprechen Sie uns gerne an!

Für den Einsatz von Elastomeren, z. B. im Bereich "Mobilität", bestehen zunehmend hohe Anforderungen an die Medien-, Temperatur- und Oxidationsstabilität bei gleichzeitig guten mechanischen und dynamisch-mechanischen Werten sowie der Lebensdauer. Diese Anforderungen können durch konventionelle Schwefelvernetzung aufgrund der vergleichsweise geringen Bindungsstabilität der Vernetzungsquellen nur auf einem relative niedrigen Eigenschaftsniveau erfüllt werden.....

Elastomerwerkstoffe sind zur Herstellung dynamisch hoch beanspruchter, temperatur- und medienbeständiger Bauteile unabdingbar. Die Lebensdauer von Elastomerbauteilen hängt neben ihrer konstruktiven Auslegung und den bei der Nutzung einwirkenden Lastkollektive und Expositionsbedingungen in hohem Maß von der Materialhomogenität ab. Diese wird durch die Auswahl der Rohstoffe, durch Herstellungsprozesse und durch expositionsbedingte irreversible Materialveränderungen (Alterung) bestimmt.
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Weltweit werden immer mehr Fahrzeuge verkauft, allein in Deutschland waren im Jahr 2019 47 Millionen PKW zugelassen (Kraftfahrt-Bundesamt). Verbunden mit dem Anstieg an Mobilität und der Anzahl an
PKW sowie einer Zunahme des Transports von Waren mittels LKW nimmt auch der Verbrauch und Verschleiß an Reifen zu.

Nach dem Stand der Technik existieren kaum Recyclingverfahren bei dem Gummiabfälle aus firmeninternem Produktionsausschuss in der originären Fertigung wiederverwertet werden können. Industriell werden hauptsächlich Verfahren angewendet, die Abfälle als inaktive Beimischungen in Form von Pulver, Granulate etc. für eine minderwertige Verwendung in alternativen Produkten wie Fußboden- oder Sportplatzmatten wiederverwenden.

Die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Elastomeren werden nicht nur durch Mischungsbestandteilen wie Art und Anteil der Kautschuke, diverse Additive und Füllstoffe, sowie deren Distribution und Dispersion bestimmt, sondern in hohem Maße auch durch die Art der Vernetzung und der Vernetzungsdichte.

Nachhaltige Elastomere - Entwicklung von Chitosan-Kautschuk-Komposite
Die EU-Kommission hat in 2021 die Agenda des „Green Deal“ veröffentlicht, deren Projekte Vorhaben zum Klimaschutz, Energieversorgung, Digitalisierung, Binnenmarkt und Industriepolitik
vereinen sollen. Entsprechende Vorhaben zielen dabei z. B. auf die Dekarbonisierung und Modernisierung energieintensiver Prozesse genauso ab wie auf den Zugang zu Ressourcen, Wertschöpfungsketten, einer effektiven Kreislaufwirtschaft und einer Wende bei Verkehr und Mobilität zu mehr Umwelt- und Gesundheitsschutz.

Als potentiell größter Kostenfaktor bei der Produktion von kautschukbasierten Formteilen ist im konventionellen Spritzguss der hohe Energiebedarf zur Temperierung der Werkzeuge (inklusive der Stammform) zu nennen. Ausschlaggebend für die Qualität und die Lebensdauer der späteren Formteile ist zudem die rezepturabhängige Vulkanisationszeit zur vollständigen Vernetzung der eingespritzten Mischung in der Kavität in Kombination mit optimierten Einspritzparametern.
